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Geschichte
Wir über uns
Die Gemeinde Sanitz hat sich entwickelt, ist größer
geworden, hat sich verändert.
Hervorgegangen aus den ehemaligen Gemeinden Groß Lüsewitz,
Gubkow, Niekrenz, Reppelin und Sanitz ist durch freiwilligen Zusammenschluss
ab dem 15. Dezember 1997 die neue Gemeinde Sanitz mit jetzt 17 Orten gebildet
worden.
Sanitz wurde als Ort erstmalig im Jahre 1248 urkundlich erwähnt und
1256 als Kirchdorf genannt. Umliegend haben sich dann in den darauf
folgenden
Jahren und Jahrzehnten die Dörfer herausgebildet. Über eine
wechselvolle Geschichte kann auch von unserem Territorium berichtet werden.
Detailliert geben darüber die "Sanitzer Geschichte", eine
Chronik zum 750jährigen Jubiläum sowie die zwei Broschüren
"650 Jahre Groß Lüsewitz" und "100 Jahre Schloss
Groß Lüsewitz - 100 Jahre Schule Groß Lüsewitz"
und natürlich unsere Heimatstube im Gemeinschaftshaus Auskunft.
In den Jahren 1840 - 1850 wurden die Chausseen von Rostock über Sanitz
nach Tessin und Bad Sülze gebaut. In den 80er Jahren des
19.
Jahrhunderts entstand die Chaussee von Sanitz nach Ribnitz. So heißt
es dann in dem "Mecklenburgischen Staatskalender" des Jahres
1890: "Neu-Sanitz ist der Mittelpunkt für einen großen
Teil des Chausseeverkehrs im nordöstlichen Mecklenburg, und der Fahrpostverkehr
ist hier so bedeutend, wie wohl in keinem anderen Ort Mecklenburgs".
Bürgermeister rettete Sanitz vor der Zerstörung
Nach dem Bau der Bahnstrecken Rostock-Sanitz-Tribsees und Sanitz-Tessin
in den Jahren 1894/95 erlebte das Territorium einen erneuten wirtschaftlichen
Aufschwung, Handel und Gewerbe siedelten sich an. Sanitz entwickelte sich
zum Zentrum für Handwerker und Gewerbetreibende aller Art. Von besonderer
Bedeutung sollte die Gründung der ersten Obstplantage zu Beginn unseres
Jahrhunderts werden. Die Gründung der Elektrizitätsgenossenschaft
von 1912 brachte eine wesentliche Verbesserung der Lebensbedingungen.
Im Ersten Weltkrieg fielen 75 Bürger der Kirchgemeinde. Als am 1.
Mai 1945 die sowjetischen Truppen einmarschierten, verhinderte der damalige
Bürgermeister Paul Jenß die Verteidigung des Dorfes und rettete
somit Sanitz vor der Zerstörung. Am Kriegsende und in der Folgezeit
wurden in unserer Region weit über 1000 Flüchtlinge angesiedelt.
Das Schloss in Groß Lüsewitz nahm zahlreiche Tbc-Kranke auf.
Das Evangelische Kinderheim auf dem Pfarrhof Sanitz wurde unter großem
gemeinsamen Einsatz von Kirchgemeinde und Gemeinde geschaffen. Hier wurden
Waisenkinder von Diakonieschwestern betreut. Es bestand bis zum Jahre
1959; damals wurde der Kirche das Fürsorgerecht entzogen.
Die Bodenreform im Jahre 1945 brachte ebenso tief greifende Veränderungen
in unserem Territorium, wie die in den Jahren der DDR stetig fortgeführte
Vergesellschaftung vieler Bereiche des Lebens.
Besonders erwähnenswert aus diesen Jahren sind unter anderem die
Gründung des Institutes für Pflanzenzüchtung Groß
Lüsewitz im Jahr 1948, die Gründung des Gymnasiums (damals Erweiterte
Oberschule) im Jahre 1952, die Gründung verschiedener landwirtschaftlicher
und handwerklicher Produktionsgenossenschaften, wie zum Beispiel der späteren
"Spezialbau Sanitz" in den 60er Jahren und die Schaffung der
Garnison Sanitz 1962/63.
Sechstgrößte Kommune im Landkreis Rostock
Erwähnenswert ist auch die Fertigstellung der jetzigen
Regionalen Schule
1972, der Eigenheimbau, beginnend in den 70er Jahren und die für
Sanitz typische, besondere Förderung des privaten Handwerks- und
Dienstleistungssektors. Damit war für den Beginn nach 1990 ein guter
Grundstein gelegt, der es ermöglicht, die radikalen Strukturveränderungen
im Zuge der deutschen Einheit hier bei uns in der Gemeinde erträglich
zu gestalten. Handwerk, Gewerbe, Handel, Landwirtschaft, die Garnison,
die Bundesforschung, die Schulen und all die anderen Bereiche des Lebens
haben seitdem eine kontinuierliche Entwicklung genommen. Die Gemeinde
Sanitz ist mittlerweile nach der Kreisstadt Bad Doberan und dem Ostseebad
Kühlungsborn die drittgrößte Kommune im Landkreis Doberan.
15 Kilometer von Rostock, 12 Kilometer von der A19 Berlin - Rostock-Seehafen
sowie 5 Kilometer von der Abfahrt Sanitz der A20 Lübeck - Stettin,
bildet Sanitz den Verkehrsknotenpunkt zu den Städten und Gemeinden
in Vorpommern. Die B 110, die Landesstraßen 19 und 191 sowie die
Eisenbahnstrecken Rostock - Tessin erschließen die Gemeinde
hervorragend.
Die Gemeinde Sanitz beheimatet zur Zeit 5796 Menschen.
Die Infrastruktur ist breit gefächert. Mit Grundschule,
Regionaler Schule und Gymnasium, genutzt von etwa 1220 Schülern,
ist Sanitz größter Schulstandort im Ostteil des Landkreises.
55 Vereine bieten in unserer Gemeinde Bestätigungsmöglichkeiten
in der Freizeit wie zum Beispiel im Gemeinschaftshaus oder in den Sportstätten.
Namhafte Künstler geben in Sanitz regelmäßig Konzerte,
organisiert vom Verein "Freundeskreis Friedrich von Flotow e.V. -
Stunde der Musik".
Dem Besucher bieten sich architektonische Kostbarkeiten
Die Kirche im Sanitzer "Alten Dorf" ist nicht nur für die
Gläubigen ein Anziehungspunkt. Der Feldsteinbau wurde um 1250 errichtet
und birgt bemerkenswerte frühgotische Wandmalereien in sich. Auch
das Pfarrhaus, ein 1780 erbautes und erst kürzlich restauriertes
zweigeschossiges Fachwerkhaus, gehört zu den Kostbarkeiten.
Das Buch: „Zur Kirchen- und Schulgeschichte von
Sanitz, Thulendorf und den umliegenden Orten“ vermittelt dem Leser
Wissenswertes über die damaligen Schulverhältnisse. Es gibt Auskunft
über die Einnahmen der Pastoren und Küster, die Einquartierung in der
Franzosenzeit und beschreibt zudem Aberglauben und Brauchtümer. Überdies
werden die Kirchen und deren Inneneinrichtungen erklärt. Eine Rolle
spielen dabei auch die umliegenden Orte Niekrenz, Wendorf, Reppelin,
Vietow und Teutendorf. In dem Buch sind viele Fotografien von
Schulklassen abgebildet
Neben der alten Schule steht auch die alte Schmiede, die bereits 1798
als alte Erbschmiede erwähnt wird, unter Denkmalschutz. Sie enthält
noch heute im Inneren umfangreiches Schmiedeinventar.
Das Reizvollste für die Sanitzer und ihre Gäste ist jedoch die
Natur. In unmittelbarer Nähe befinden sich ausgedehnte Wälder,
deren Ursprünglichkeit auch deshalb weitestgehend erhalten blieb,
weil sie ständig unter besonderem Schutz standen und jetzt vier Landschaftsschutzgebieten
gehören. Wander- und Radwege sowie Wanderungen mit naturkundlicher
Führung laden ein, die Schönheit der Natur bewusst zu erleben.
Es bleibt zu erwähnen, dass Sanitz weit genug von der Ostsee entfernt
ist, um von den Auswirkungen eines Massentourismus verschont zu bleiben,
aber nahe genug an der See liegt, um sich bei schönem Wetter spontan
für eine Fahrt zum Strand entscheiden zu können.
Mittelstand prägt wirtschaftliches Leben in Sanitz
Das Wirtschaftsleben der Gemeinde wird durch kleine und mittelständische
Betriebe geprägt. 340 Gewerbeanmeldungen und
48 Freiberufler zeugen
vom unternehmerischen Geist. Die Kommune begleitet und fördert diese
Entwicklung auf vielfältige Weise, wie zum Beispiel durch das Angebot
preiswerter Gewerbeflächen und niedriger Gewerbesteuern.
Sanitz ist Bundeswehrstandort. Die Flugabwehrraketengruppe
21 unserer Garnison
ist ein nicht zu übersehender Bestandteil des wirtschaftlichen und
öffentlichen Lebens und erhält die dementsprechende Unterstützung
durch die Gemeinde.
Im Rahmen der Dorferneuerung gehört der Ort Sanitz zu den Modelldörfern
des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Der Ansiedlung von neuen Einwohnern
wird durch die Kommunalpolitik besonderer Vorrang eingeräumt. Bereits
bebaute und in Vorbereitung befindliche Wohngebiete sowie die Innenbebauung
in fast allen Orten ermöglichen das kontinuierliche Wachsen der Bevölkerungszahl.
Alles zusammen ist Ausdruck vielfältigen Engagements, wirtschaftlichen
Wachstums und zielgerichteter, berechenbarer Sanitzer Kommunalpolitik
für die Attraktivität der Orte und ist gleichzeitig ein Kompliment
für die Menschen, die mit Fleiß, Freundlichkeit und Zuversicht
die Gemeinde Sanitz zu dem gemacht haben, was es ist:
- ein schönes Stück Mecklenburg.
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