Die heutige
Flugabwehrraketengruppe 21 wurde im
Rahmen eines feierlichen Appells am
30.06.2004 in Sanitz als erster PATRIOT
Verband in den neuen Bundesländern
aufgestellt. Hierbei wurden das Personal
der alten FlaRakGrp 21 der ehemaligen
Standorte Möhnesee und Bad Arolsen und
das Personal der damals an den
Standorten Sanitz / Prangendorf
befindlichen FlaRakGrp
12 zusammengeführt.
In den Kasernen Sanitz,
Prangendorf und Bad Sülze sowie den
Friedensausbildungsstellungen Gubkow und
Warbelow, die bereits durch die NVA mit
den Waffensystemen SA-5 und SA-10 sowie
später dann durch die Bundeswehr mit den
Waffensystemen HAWK und ROLAND genutzt
wurden, stellen derzeit circa 1700
Soldaten und 50 zivile Mitarbeiter den
Einsatz des Waffensystems sicher. Die
Flugabwehrraketengruppe 21 besteht aus
sechs Einheiten, neben der Stabs- und
Versorgungsstaffel gehören vier
Kampfstaffeln zum Verband.
Das
Flugabwehrraketensystem PATRIOT ist
allwetterfähig sowie vollbeweglich und
zählt zu einem der modernsten und
leistungsfähigsten Waffensysteme der
Welt. Es hat die Aufgabe, taktische
ballistische Flugkörper sowie
gegnerische Luftfahrzeuge in tiefen bis
sehr hohen Höhen zu bekämpfen. Dabei ist
es nicht an feste Stellungen gebunden,
sondern kann innerhalb kürzester Zeit an
zugewiesene Schutzobjekte oder -räume
verlegen und den
Luftverteidigungsauftrag wahrnehmen.
Die
Flugabwehrraketengruppe 21 ist gemeinsam
mit dem „PATRIOT-Schwesterverband“, der
Flugabwehrraketengruppe 24, dem
Flugabwehrraketengeschwader 2
“Mecklenburg-Vorpommern“ in Bad Sülze
unterstellt. Als Teil der integrierten
Luftverteidigung ist der Verband bereits
im Frieden der NATO für den Einsatz
unterstellt und ist, je nach befohlenem
Bereitschaftsgrad, innerhalb kurzer Zeit
einsatzfähig. Um diesen anspruchsvollen
Auftrag wahrnehmen zu können, sind
einsatznahe und hochwertige Ausbildungen
erforderlich. Neben der an der
Raketenschule der Luftwaffe
durchgeführten Grundlagenausbildung
gewährleisten eine ständige Aus- und
Weiterbildung des Personals sowie
kontinuierliche Überprüfungen durch
nationale und multinationale Teams einen
hohen Stand der Einsatzbereitschaft.
Alljährlich
wird ein "Taktisches Schießen" auf der
griechischen Insel Kreta durchgeführt.
Der reelle "scharfe Schuss" mit den
Lenkflugkörpern (Raketen) ist nicht nur
ein beeindruckendes Erlebnis, vielmehr
wirkt er sich unmittelbar und effektiv
auf den Ausbildungsstand und die
Erfahrung der an diesem Schießen
beteiligten Soldaten aus.
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